• Steffen Engelbrecht

#3 Zwangsstörungen

Aktualisiert: 15. Okt. 2021

Zwang zeichnet sich durch aufdringliche und belastende Gedanken und/oder Handlungsweisen aus, die den Betroffenen häufig unsinnig vorkommen, von denen sie sich jedoch nicht ausreichend distanzieren können. Die hintergründig stärkste Emotion ist Angst. So sorgen sich Personen mit Zwangsstörung, dass ihre "abscheulichen"/bedrohlichen Gedanken (bspw.: "Ich könnte jemanden vor den Zug schubsen.", "Ich könnte mir bei der Berührung der Türklinke einen schweren bakteriellen Infekt einfangen.") tatsächlich eintreten könnten oder etwas über sie aussagen; nach dem Motto: "Ich bin/tue, was ich denke." Als Gegenmaßnahmen werden häufig aufwendige und zeitraubende neutralisierende/kontrollierende Handlungsweisen durchgeführt oder bestimmte Gedanken aktiv gedacht, wodurch jedoch nur eine kurze Entlastung entsteht. Heike Born und Götz Müller haben ein hilfreiches Aufklärungsvideo zum Thema Zwangsstörungen zusammengestellt, was die Hintergründe der Entstehung und Aufrechterhaltung gut zusammenfasst.



Kathie d'Ath ist kognitive Verhaltenstherapeutin und gibt in einer Reihe kurzer Videos hilfreiche Informationen zum Thema Zwangsstörung und erste Behandlungsschritte, die Betroffene selbstständig gehen können.


Sollten Sie sich in den Beschreibungen erkannt haben, hoffen wir, dass die kurzen Videos etwas Aufklärung über diese sehr einnehmende und belastende Problematik bringen konnten. Kognitive Verhaltenstherapie hat sich als wirksam bei Zwangsstörungen erwiesen (u.a. Warren, R., & Thomas, J. C. (2001), Fisher, P. L., & Wells, A. (2005)), weshalb wir Sie ermutigen wollen, sich entsprechende Unterstützung zu suchen.